Schule im Bildungszentrum Gartenstraße - Schule mit Schulprofil Inklusion

Intensiv, individuell, inklusiv

Grundlage des Unterrichts im Förderzentrum ist der Lehrplan der Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Aus diesem entwickeln die Klassenlehrer an das Lernniveau und das Lebensalter angepasste Klassenlehr- und Förderpläne. Individuelles Lernen steht im Vordergrund.

Als Schule mit dem Profil „Inklusion“ stellen wir außerdem, vor allem in den Integrations- und Außenklassen, möglichst viele Bezüge zu den Regelschullehrplänen her. Schüler mit schweren Behinderungen werden entsprechend ihrem Alter in den jeweiligen Jahrgangsklassen unterrichtet, erhalten aber klassenübergreifende Förderangebote.

Ausgehend von ihren bereits entwickelten Fähigkeiten und Stärken begleiten wir die Jugendlichen in der dreijährigen Berufsschulstufe auf ihrem Weg in ein möglichst selbstbestimmtes und selbständiges Leben.

In gut ausgestatteten Räumen, einem Schwimmbad, einer großen Turnhalle, mehreren Werkräumen und Schulküchen können unsere Schüler ihre Fähigkeiten entwickeln und die Förderung erhalten, die sie für ihre Entwicklung und die größtmögliche Teilhabe in der Gesellschaft brauchen.

Alle Informationen zu unserer Schule gibt es in unserem Flyer.

 

Aktuelle Termine:

Do, 30.03.17 ab 9.45 Uhr
Eltern-Hospitation im Förderzentrum
HIER gibt es alle Infos dazu.

 

Meilenstein 12. Oktober 2015: Förderzentrum der Lebenshilfe ist Inklusionsschule

Seit Montag, 12. Oktober 2015, hat das Förderzentrum mit Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ im Freisinger Bildungszentrum Gartenstraße (BiG) der Lebenshilfe ein weiteres Prädikat: Aus den Händen von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle erhielten drei Vertreter der Lebenshilfe die Urkunde über das „Schulprofil Inklusion“ für das Förderzentrum im BiG. Schulleiter Björn Zaddach, Hildegard Waldinger, die Bereichsleitung Bildung und Erziehung, und Lebenshilfe-Geschäftsführer Michael Schwaiger zeigten sich hoch erfreut über den Titel. Die Verleihung bedeutet den erfolgreichen Abschluss langjähriger Bemühungen um die Inklusion von Behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen. Die Lebenshilfe wünscht sich nun sehr, im nächsten Schuljahr eine Klasse aus einer Grundschule im BiG begrüßen zu können und damit weitere Schritte in Richtung Inklusion zu gehen.

Schon 1999 errichtete man die erste Außenklasse in der Grundschule Mauern, ab 2001 gab es als Modell Integrationsklassen in der Grundschule St. Korbinian Freising mit dem Zwei-Lehrer-Prinzip. Weitere Außen- bzw. Partnerklassen folgten in den Grundschulen Zolling, Hörgertshausen und Eching, in der Montessorischule Freising, der Realschule Eching und der Mittelschule Freising-Lerchenfeld. „Grünen Unterricht“ gibt es seit 2010 am Naturgarten Schönegge in Meilendorf bei Nandlstadt mit einer ausgelagertem Klasse der Berufsschulstufe. Darüber hinaus zielt der Neubau des Bildungszentrums Gartenstraße in Freising auf eine „Offenen Schule für Alle“: Seit 2012 gibt es hier unter einem Dach sechs Einrichtungen: Förderzentrum mit Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“, Heilpädagogische Tagesstätte, Heilpädagogischer Kindergarten, Integrative  Krippe, Integrativer Hort und die Mobilen Sonderpädagogische Hilfen. Das Förderzentrum besteht im aktuellen Schuljahr aus 18 Klassen mit 158 Schülern, sowie schulvorbereitenden Gruppen mit 37 Kindern. Fünf Klassen mit 35 Schülern lernen in Partnerschulen, eine Klasse der Berufsschulstufe mit neun Schülern ist im Naturgarten Schönegge beheimatet.

Schulleiter Björn Zaddach fasst das Inklusions-Konzept des Förderzentrums zusammen: „Wir arbeiten seit vielen Jahre mit Regeleinrichtungen zusammen. Das bestimmt die Haltung zu unserer Arbeit: Jeder Mensch ist verschieden und profitiert davon, wenn er in einem vielfältigen Umfeld lernen darf, im eigenen Tempo aber auch angeregt durch die Kompetenzen der Mitschüler, also in einer spielerischen und lernenden Auseinandersetzung.“ Ziel sei es, intensiver mit den bestehenden Partnerklassen zusammenzuarbeiten, insbesondere den gemeinsamen Unterricht auszuweiten und inklusionsfreundliche, offene Arbeitsformen zu fördern.

Geschäftsführer Michael Schwaiger ergänzt: „Wir freuen uns schon sehr darauf, dass wir mit dem neuen Inklusionsprofil ab dem Schuljahr 2016/17 aller Voraussicht nach eine Partnerschule haben werden, die eine Regelklasse in unser Förderzentrum entsendet.“ Zudem biete der Integrative Hort zusammen mit einer Ganztagesklasse und Spezialräumen (Werkstätten, Schwimmbad) gute Argumente für Eltern, die der Inklusion aufgeschlossen sind und eine Ganztagsschule mit guten Rahmenbedingungen suchen.

Bereichsleiterin Hildegard Waldinger bleibt kritisch: „Wir sehen das jetzt dankenswerterweise verliehene Schulprofil „Inklusion“ nur als ersten Schritt. Denn es gibt noch viel zu tun: Leider bleiben die Förderschulen als Bittsteller davon abhängig, ob eine Regelschule „Platznot“ hat. Und trotz politischer Forderungen aller Verbände, sind nur wenige zusätzliche Lehrerstunden mit dem Profil verbunden. Das muss sich noch ändern! Wir freuen uns darum sehr, dass Staatsminister Spänle bei der Verleihung versprochen hat, dieses Thema im Doppelhaushalt 2015/16 zu berücksichtigen.“

Foto von der Verleihung des Schulprofils Inklusion an die Förderschule im Bildungszentrum Gartenstraße in Freising
Sie freuten sich über das Schulprofil Inklusion (v.l.): Florian Herrmann MdL, Geschäftsführer Michael Schwaiger, Bereichsleiterin Hildegard Waldinger, Schulleiter Björn Zaddach, Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle (Foto: Steffen Leiprecht)