"Die Kinder der Utopie" begeisterten

Filmpremiere bestätigt: „Inklusion einfach machen!“
Lebenshilfe Freising präsentierte Doku „Die Kinder der Utopie“ und Talk mit Menschen mit Behinderung

Neufahrn. Am Mittwoch, 15. Mai, präsentierte die Lebenshilfe Freising als „Filmpate“ die Deutschland-Premiere der Langzeit-Doku „Die Kinder der Utopie“ im Cineplex-Kino Neufahrn. Rund 80 Besucher im  voll besetzten Saal waren begeistert, wie im Film sechs ehemalige Klassenkameraden mit und ohne Behinderung das heutige Leben in Berlin meistern. „Die Kinder der Utopie“ ist dabei die Fortsetzung der 2005 gedrehten Doku „Klassenleben“ über eine Inklusionsklasse einer Berliner Grundschule.

Den Vergleich mit der Situation von Menschen mit Behinderung im Landkreis Freising zog nach dem Film eine kleine Talkrunde mit Vertretern der Lebenshilfe Freising. Zu Wort kamen dabei zwei betreute Menschen mit Behinderung, die im Lebenshilfe-Vorstand und im Rat der Selbstvertreter die Stimmen der über 1000 betreuten Menschen bei der Lebenshilfe sind. Vorstand Manuela Mühlhammer fand sich selbst in den Jugendlichen wieder: „Ich arbeite ja im Hotelservice, und das kam auch im Film vor.“ Stephan Kraus stimmte zu: „Im Film erzählte ein Mädchen von Problemen mit den Eltern, wenn man Ausziehen will. Ich kenn die Diskussionen auch,  wenn ich mehr Freiraum für mich haben will.“ Kraus berichtete aus seinem Alltag: „Als selbst Betroffener sehe ich selbst täglich, wo es hakt und wo es klappt bei der Inklusion in Freising und im Landkreis.“ Ein großes Problem seien viel zu wenige Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen in der freien Wirtschaft. „Die Werkstatt für Behinderte ist schon gut, aber manche wollen doch raus und freier arbeiten“. Gertraud Aigner, Leiterin des Familienzentrums im Steinpark Freising, berichtete von der alltäglichen Inklusion in den Kitas der Lebenshilfe: „Wir arbeiten schon seit über 25 Jahren mit Kindern mit und ohne Behinderung ohne Probleme. Entscheidend für den Erfolg ist, ein gutes Konzept zu haben.“

Das Fazit von Film und Talk zog die Lebenshilfe-Vorsitzende Monika Haslberger: „Das erfrischende an dem Film war, dass kein einziges Mal das Wort Inklusion fiel. Die Kinder und Jugendlichen haben sie einfach gemacht! Beim Lernen in der Schule und dann auch später im Berufsalltag. Die selbstverständliche Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft, ob sie nun eine Behinderung haben oder einen Migrationshintergrund, ob alt oder arm, sollte ganz normal sein. Wir reden viel zu viel über Inklusion und machen sie nicht. Inklusiv denken und Schritt für Schritt Teilhabe verwirklichen, das ist der richtige Weg. Der wunderbare Film hat es uns vorgemacht!“

 

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